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LOVE LIFE – Kampagne gegen HIV – Macht mit!

Das Bundesamt für Gesundheit(BAG) lanciert 2014 gemeinsam mit der Aids-Hilfe Schweiz und SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz die neue LOVE LIFE- Kampagne gegen HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Dazu werden Einzelpersonen und Paare gesucht, die sich zu einem Casting melden. Gesucht werden originelle Vorstellungen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Sexualität. Die Ergebnisse sollen dann auf künstlerische Art als Plakat umgesetzt werden. „Bereuen“ ist dabei ein zentrales Thema im (Sex-)Leben. Das Motto «LOVE LIFE– und bereue nichts» spricht ein zentrales Thema an.
manifest_aufriss8Eine neue repräsentative Untersuchung in der Schweiz hat zeigt, dass über ein Drittel der Befragten etwas am bisherigen Sexleben bereut haben (1). Sei es einen One-Night-Stand oder ein bis heute verdrängtes, hässliches Abenteuer. Eine Person von fünf bereute, sich beim Sex nicht mit einem Kondom geschützt zu haben. Allein die Gewissenbisse, die lange anhalten, sind es schon wert, zu verhüten. Geschweige denn, wenn ein HIV Test positiv ausfällt. Wer sich LOVELIFE verpflichtet und dem Manifest nachlebt, hat künftig einen wichtigen Grund weniger, etwas zu bereuen.
manifest_aufrissLeute! Safer-Sex kommt nie aus der Mode!
«LOVE LIFE–und bereue nichts» zeigt, wie attraktiv es ist, sich bewusst vor sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen. Im Zentrum steht das LOVE LIFE-Manifestmit seinen drei Aussagen «Ich liebe mein Leben, das bin ich mir schuldig», «ich liebe meinen Körper, deshalb schütze ich ihn» und «ich bereue nichts, dafür sorge ich». Verantwortungsvolles Verhalten heisst, sich an die bewährten Safer Sex-Regeln zuhalten: « 1.Eindringen nur mit Gummi, 2. kein Blut und Sperma in den Mund und 3. wenn’s juckt zum Arzt».
BAG 2014 / LOVE LIVEZeigen Sie Farbe und stehen Sie zu Ihrem Prinzipien
Eine Kampagne nicht nur für, sondern vor allem mit der Bevölkerung «LOVE LIFE–und bereue nichts» baut auf das persönliche Engagement. Wer sich selber verspricht, die Ideen und Grundsätze des Manifests zu leben, kann diesem auf der Website www.lovelife.ch anonym zustimmen. Wer möchte, kann sich auch öffentlich für ein verantwortungsvolles Sexualverhalten einsetzen: Personen, die dem Manifest zugestimmt haben, können ihr Versprechen via Social Media teilen. Sie können dazu gratis einen pinkfarbigen «LOVE LIFE»-Ring bestellen, diesen sichtbar tragen und damit zeigen, dass sie Teil der Kampagne sind. Ab Montag, 12. Mai 2014, können sich Interessierte auf der Website lovelife.ch zum Casting anmelden, bei welchem die Protagonistinnen und Protagonisten der Plakatkampagne gesucht werden.
Logo_LoveLife_PLUS_RGB_dWer sich engagiert, kann mit Starfotografin Diana Scheunemann zusammenarbeiten
Im Sommer 2014 sollen die Plakate mit einer Auswahl der gecasteten Protagonistinnen und Protagonisten veröffentlicht werden. Mitmachen können alle, die über 18 Jahre alt sind und auf der Website Ja zum LOVE LIFE Manifest gesagt haben. Bewerben kann man sich als Paar oder als Einzelperson, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Fotografiert werden die Sujets von der in New York wohnhaften Schweizer Starfotografin Diana Scheunemann. Sie wird die Models der Kampagne in sinnlichen Situationen auf authentische Weise ablichten. Das heisst, es wird nichts gestellt. «Mit Diana Scheunemann konnten wir eine erfahrene Fotografin gewinnen, welche die Protagonistinnen und Protagonisten glaubwürdig und ungeschminkt inszeniert und dabei würdevoll und gut aussehen lässt», begründet Roger Staub diese Wahl.
Fakten und Zahlen zur Kampagnie – Warum ist sie so wichtig!
Das Bundesamt für Gesundheit investiert seit Jahren pro Jahr ca. 2 Millionen SchweizerFranken in die LOVE LIFE Kampagne. Um den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Geldern sicherzustellen, erhoffen sich die Verantwortlichen eine möglichst grosse Aufmerksamkeit
in der Bevölkerung und eine breite Diskussion in der Öffentlichkeit. Dass dieser Betrag, der auf den ersten Blick gross scheint, gut investiert ist, zeigt ein Vergleich: Die Behandlung einer HIV Infektion kostet die Krankenkassen jährlich pro Person rund 25000 Schweizer Franken. Wird ab Behandlungsbeginn mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 40 Jahren gerechnet, ergibt dies Kosten von rund 1Million Schweizer Franken pro HIV-Neuinfektion.
Im letzten Jahr wurden 575 HIV-Diagnosen gemeldet. Das sind 8% weniger als 2012. Der überraschende Anstieg im 2012 bedeutete also keine Trendwende. Viel mehr bestätigen die Zahlen aus dem Jahr 2013, dass die HIV-Diagnosen seit 2009 insgesamt langsam, aber stetig abnehmen.
Der Rückgang im 2013 hat vor allem einen Grund: es gab weniger Meldungen bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben.
Quelle 1 :  Andrew Galperin, Martie G. Haselton, David A. Frederick, Joshua Poore, William von Hippel, David M. Buss und Gian C. Gonzaga (2012), «Sexual Regret: Evidence for Evolved Sex Differences»

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