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Grosse Lieben

Mit 14 glaubt man ja noch an die grosse Liebe die niemals enden wird, einem vor allem Schlimmen der Welt bewahrt und zum infiniten Glücke führen wird. Mit 17 ist man dann jeweils enttäuscht und denkt, dass man den grössten Herzschmerz bereits nach den sonst so schwierigen Jahren hinter sich hätte; das Motto „schlimmer geht’s nimmer“ macht sich mich jedem illegal erworbenen Shot ein bisschen breiter.

Wenn es dann mit 25, zwei Wohnungen und drei Männer später, noch immer nicht geklappt hat, wird man scheinbar nüchterner: Man begibt sich in Zwecksbeziehungen.

Er bringt die Zeitungen raus und ich koche. Er stopft den Müll und ich produziere ihn. Vorerst gibt es nichts zu nörgeln so lange die Aufgabenteilung klar ist und man wenig miteinander zu tun hat.

Aber irgendwann holt einen alles ein. Wie von einem Blitz getroffen bäumt sich das geschundene Herz ein letztes Mal auf und will es wissen! Es will mehr!

Mit „suspicious minds“ in den Ohren macht man sich auf und begibt sich in Abenteuer die allenfalls den Adrenalinspiegel kicken, die Seele aber viel mehr schänden. Das gebrochene Herz sucht nach allem, was nur ein bisschen klebt…. und da kommt Vieles in Frage. Der neue Haarschnitt und die Tatsache, dass man sich ein besseres Restaurant auch mal leisten kann, ändern jedenfalls nichts an der Verlorenheit des eigenen Herzens, das sich immer einsam fühlen wird, solange man alleine ist – zumindest als Romantiker.

Tausend und eine Nacht und hundert Bier später ist die Lage noch immer nicht entspannt. Trotzdem ist auch nicht so viel spannend und selbst der „Griechische Wein“ hat einmal ausgedient. Man geht alleine nach Hause und man wacht auf.