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You wild thing!

Es gibt ja diese Nächte, in denen man um keinen Preis alleine nach Hause gehen will. Man nimmt sogar in Kauf im doppelten Sinne „mit Kater“ aufzuwachen: Der eine kann mit der Fähigkeit zu sprechen die Kopfschmerzen, die der andere verursacht, noch verstärken.

Als mich „just one of these nights“ wieder einmal aus dem Hinterhalt zu überfallen drohte, unternahm ich wieder einmal nichts dagegen. Jeder offerierte Drink wurde angenommen und mit jedem wurde das Lächeln der Dankbarkeit etwas breiter und einladender.

Irgendwann fand ich mich einem fremden Bett mit fremden Händen an meinen Hüften wieder und allmählich kehrte die Erinnerung an die fehlenden Abschnitte dieses Abends zurück, die vielleicht erklären würden, wie es dazu kam.

Hinter meinen geschlossenen Augen flimmerten Bilder einer Nacht vorüber, auf denen wir mit „Cuba Libre“ unser beider Liebeskummer wegschrien, ins lallende Lästern verfielen und in der Folge irgendwann ins leidenschaftliche Küssen, das Geschehen sich ins Taxi vertagte und in diesem Bett endete. Noch mit der Rekonstruktion der Details dieses Abends beschäftigt, meinte die fremde Männerstimme unter mir „du bist ja ganz schön wild“ und ich wusste, der Kater würde bald kommen…