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INVICTUS – Paco Rabanne

Die Aufgabe, dieser Fantasievorstellung eine olfaktorische Realität zu verleihen, hat Paco Rabanne der Parfumkreateurin Véronique Nyberg (IFF) anvertraut, die wiederum drei weitere „Nasen“ in das Projekt einbezogen hat: Anne Flipo, Olivier Polge und Dominique Ropion. So entstand nach mehr als zweieinhalb Jahren Forschung und Teamarbeit ein absolut einzigartiger orgastischer Duftakkord. Seine sinnliche Frische bricht radikal mit den traditionellen Ansätzen dieser Männerduftfamilie. Invictus ist weder ein transparentes Eau d’Eté, noch ein klassisches Eau de Cologne, sondern vielmehr ein extrem strukturierter Duft mit ausgeprägtem Relief und markantem Fond.

Die Geschichte

Invictus, ein Name, der für absolute Männlichkeit steht. Invictus bedeutet im Lateinischen „der Unbesiegbare“ oder „der Unbesiegte“: ein Held, dem nichts und niemand widersteht. Die antike Idealvorstellung des Athleten – heute des Sportlers – hat göttliche Züge. Umgekehrt treten die Götter oft in Gestalt eines Athleten auf! An diese antike Ideenwelt scheint die Generation 2.0 direkt anzuknüpfen, wenn sie einzigartigen Sportlern einen Kult weiht, dessen Ausdrucksformen oft an die Mythologie erinnern. Doch die gefeierten, angebeteten Götter der Stadien sind vor allem Menschen. Logo und Schrift sind klare Anspielungen an die unveränderlichen Erkennungszeichen der Antike, neu interpretiert in einer modernen Ästhetik. Diese doppelte Zugehörigkeit und dieser zeitliche Spagat akzentuieren die kraftvolle, virile, dauerhafte Signatur. Die Flügel – des Sieges – verleihen dem Namen Stärke und eine Aura, so dass er wie eingraviert und von einer Menge skandiert anmutet. Die Lorbeerblattstruktur, Anspielung an eine weitere Form der Helden- oder Siegerehrung, vollendet und besiegelt die grafische Identität. Die Farbwahl – grau metallic und mattgrau – verweist auf antike Statuen und das Metall der Sportauszeichnungen.

Die Ekstase, der frische, vibrierende, belebende Auftakt sind einem Marine-Akkord sowie einem Hauch von Grapefruitschalen und Lorbeerblättern zu verdanken. Die hypnotische Wirkung wird wiederum durch die ultra-männliche Präsenz und die animalische Anziehungskraft eines holzigen Ambra-Akkords erzielt. Guajakaholz, graue Ambra und Patschuli sorgen für einen rassigen Nachklang.

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Das Visual, welches von Nick und Warren fotografiert wurde, strahlt ungehemmte Männlichkeit aus, die ohne falsche Bescheidenheit bekundet wird. Der Flakon wirkt wie ein Sockel für das Objekt der Begierde, d.h. den Körper des Champions. Diese etwas protzige, sexy Pose wird – wie immer bei Paco Rabanne – durch einen überraschenden Kontrapunkt relativiert, nämlich ein schelmisches Lächeln. Dieser unterschwellige Austausch zwischen dem Champion und dem Betrachter schafft eine Art geheimen Pakt, jenseits der Wunschvorstellung.

TO BE LAUNCHED IN AUGUST 2013

„Ein Parfum sollte ebenso bedeutungsschwer wie leicht zu tragen sein“ Paco Rabanne