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Das British Classic Car Meeting St. Moritz

Das British Classic Car Meeting St. Moritz gehört seit 19 Jahren zu den besonderen Rallyes im Veranstaltungskalender der historischen Fahrzeuge. Erneut war ein hochkarätiges Teilnehmerfeld am Start und den Zuschauern in St. Moritz sowie unterwegs wurde den Zuschauern einiges geboten.

Von heftigen Regenfällen über Nebel bis zu Sonnenschein war fast jede Wetterlage bei der Rallye des British Classic Car Meeting mit dabei. Die Rallye Route führte am Samstag von St. Moritz über den Flüelapass nach Davos, Tiefencastel und zurück über den Albulapass. Am Start des British Classic Car Meetings bildete wiederum Jaguar das grösste Teilnehmerfeld mit über 60 Fahrzeugen. Eine Herausforderung für die Fahrer und Fahrzeuge war teilweise der Nebel aber auch der starke Regenfall auf den schmalen Serpentinen und beim Überqueren der Pässe Albula und Flüela. Die zweiweise sonnigen Abschnitte und die wunderschöne Gegend entschädigten die zuvor durchnässten Piloten der offenen Roadster für ihre Strapazen. Die britische Traditionsmarke JAGUAR, die im 2010 das 75jährige Namensjubiläum feierte, war beim British Classic Car Meeting St. Moritz zum zweiten Mal als Hauptsponsor dabei. Das Jaguar Teilnehmerfeld war reichhaltig. Jaguar Schweiz hat einige der symbolträchtigsten Automobile an den Start gestellt: Der XK120, der Ende der 1940er-Jahre vorgestellt wurde, war von Anfang an eine Sensation und der eleganteste Sportwagen dieser Zeit. Sein Nachfolger, der Rennwagen C-Type, dominierte die Autorennen in den 1950er-Jahren. Der E-Type, der in den bewegten 1960ern auf den Markt kam, wurde als schönstes Auto aller Zeiten bezeichnet und hat eine ganze Generation geprägt. Aber auch einige unvergessliche Limousinen, wie den Mark 2 anfang der 1960er und die berühmte XJ-Serie waren in St. Moritz am Start. Auch Vorkriegsmodelle von Jaguar wie ein SS90 (Baujahr 1935), der SS100 und ein SS Tourer waren zu bestaunen.

Auch Jaguar Heritage Racing aus England war am diesjährigen British Classic Car Meeting mit einem C-Type am Start. Erstmals in diesem Jahr seit 1956 geniessen werksunterstützte Jaguar C-TYPE und D-TYPE an legendären historischen Motorrennsport wieder freien Auslauf und nehmen an klassischen Events. Im Juli 1952 schrieb Stirling Moss im C-TYPE Rennsportgeschichte: Mit dem ersten Sieg eines mit Scheibenbremsen bestückten Rennwagens auf dem Kurs von Reims. 1953 dann der zweite Le Mans-Triumph mit Duncan Hamilton/Tony Rolt und einem neuen Stundenmittelrekord von 170,329 km/h. Der legendäre CType (XKC045) war bereits im Jahre 1954 in der Schweiz im Renneinsatz anlässlich des Grand Prix Bern und zwar pilotierte ihn damals der Schweizer Ivo Badaracco.