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Neue Vespa mit 3V-Motor

Vespa ist der Inbegriff von Stil, Eleganz und Italianità. Jetzt haben die beiden meistverkauften Vespamodelle LX und S 125 einen neuen Motor mit drei, statt nur zwei Ventilen erhalten. Mit seinen tiefen Emissions- und Verbrauchswerten ist er ganz besonders umweltfreundlich.

Der neue Motor kann mit Fug und Recht als state of the art in diesem Segment bezeichnet werden. Die Piaggio Gruppe setzt damit neue Massstäbe in Sachen Umweltfreundlichkeit.

Der Viertakt-Einzylindermotor ist luftgekühlt und verfügt über eine Motorsteuerung mit obenliegender Nockenwelle und drei Ventilen (2 Ansaug- und 1 Auslassventil) sowie über elektronische Einspritzung. Konzipiert und gebaut wurde er von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Piaggio in Pontedera mit dem Ziel, die Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Verbrauchs- und Emissionswerte zu verringern.

Der neue Motor mit nochmals verbesserter Auslegung des Kurbeltriebes und der neuen Ventilsteuerung mit Rollenschlepphebeln bringt eine deutliche Reduktion der Reibung. Dies wirkt sich positiv auf Leistung und Verbrauch aus.

Der Kolbenhub wurde zur Verbesserung des Drehmoments angehoben. Bei der Suche nach dem optimalen Verhältnis zwischen Leistungs- und Verbrauchswerten erwies sich der Motor mit drei Ventilen als effizienteste Lösung. Damit wird der Gaswechsel optimiert, was die Effizienz des Motors im Vergleich zu 2V-Motoren erhöht. Die innovative Steuerung sorgt für eine optimierte Einspritzung des Gemisches in den Zylinder. Durch die neue Position der Kerze wird der Verbrennungsprozess verbessert. Dies wiederum gewährleistet eine bessere Kühlung der Zylinderkopfteile und vereinfacht die Wartungsarbeiten.

Das Kühlungssystem wurde einer umfassenden Analyse unterworfen. Unter anderem mittels Simulation der Thermofluiddynamik, um schliesslich den Wirkungsgrad zu erhöhen und eine Reduktion der Motorgeräusche und Leistungsarbsorption zu erhalten. Auf einem sehr hohen Stand der Technik ist auch die „Closed-Loop“-Benzineinspritzung mit Lambda-Sonde am Auspuff. Eine Steuerung der neusten Generation kontrolliert die Mappings der Zünd- und Einspritzanlage.

Zu diesen herausragenden Motoreneigenschaften gesellt sich der neue elektrische Starter mit Freilauf, der noch leiser und effizienter ist als beim Vormodell. Ausserdem wurde die Fliehkraft-Trockenkupplung so abgestimmt, dass bei niedrigen Geschwindigkeiten die Leistung maximiert und der Verbrauch minimiert werden konnte. Zudem ist der neue 3V-Motor noch leichter als sein Vorgänger.

Die 3V-Technologie erlaubt die folgenden neuen Werte: die Maximalleistung wird – gegenüber dem 2V-Modell – um 7,1% erhöht, das maximale Drehmoment um 10.3%. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 60 km/h verringert sich um 2%, während die Höchstgeschwindigkeit um 2.2% ansteigt.

Trotz dieser deutlich höheren Leistungsfähigkeit weist die Vespa tiefere Verbrauchswerte auf: bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt die Reichweite mit 1 l Treibstoff 55 km (rund 30% mehr im Vergleich mit dem Vormodell). Dies bedeutet bei einer durchschnittlichen Jahresleistung von 4‘000 km eine Einsparung von mindestens 34 l Treibstoff, was einer um 1‘500 km verbesserten Reichweite entspricht. Die Wartungsintervalle von 10‘000 km führen zu günstigeren Wartungskosten des 3V-Motors.

STIL

Die beiden neuen, mit dem 3V-Motor ausgerüsteten, Vespamodelle unterscheiden sich im vor allem im Design. Vespa LX zeichnet sich durch ihre vespatypische, zeitlose Eleganz aus, während Vespa LXS eine sportlichere Ausführung ist, die sich vor allem an das jüngere Publikum richtet.

Bei der neuen 3V-Vespa konzentrierte sich das Entwicklungszentrum von Piaggio ganz besonders auf ein Stilelement, die sogenannte Krawatte. Sie ziert die vordere Seite des Schilds und ist ein charakteristisches Merkmal des Vespa-Designs.

Blickfang des oberen Teils des grosszügigen, schützenden Schilds ist der runde Scheinwerfer. Das Vespa-Logo schmückt die Handgriffe des Lenkers. Zahlreiche Chrom-Elemente, wie die Einfassung des Scheinwerfers oder der stilvolle Haltegriff für den Mitfahrer zieren die neue Vespa.

Auch bei der Instrumentengruppe sind die Details sorgfältig ausgearbeitet und bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Das grosszügige Armaturenbrett weist einen Tacho und einen Kilometerzähler auf, eine Benzinstandanzeige, eine digitale Uhr, diverse Kontrollleuchten- und Anzeigen für die Blinker, die Abblendlichter, die Treibstoff- und Öldruckanzeige. Serienmässig dazu gehört auch die Wegfahrsperre, deren Aktivierung am Armaturenbrett ablesbar ist. Auf der Innenseite des Schildes findet sich ein praktisches Handschuhfach. Weitere Transportkapazität bieten das grosszügige Staufach unter dem Sitz sowie ein Haken zum Aufhängen von Taschen.

Die Proportionen zwischen Heck und Frontteil der Vespa stehen in einem perfekten Gleichgewicht zueinander. Dazwischen setzt sich das Trittbrett gekonnt in Szene. Besondere Sorgfalt wurde bei der Ausarbeitung des Sitzes angewandt. Sowohl in Bezug auf den Stil als auch beim praktischen Aspekt. Ausgesuchtes Material wurde dazu verwendet, wobei die Nähte gut sichtbar und ein weiteres Designelement sind. Ausgesuchter Schaumstoff für die Füllung sowie ein rutschfester Überzug gesellen sich zu einer Sitzhöhe, die mit 785 mm eine der tiefsten ist. Kurz: die neue Vespa bietet auch aus ergonomischer Sicht einen Komfort, der sowohl auf kleine als grosse Fahrer und Mitfahrer zugeschnitten ist.

FAHRWERK

Unverwechselbares Merkmal jeder Vespa ist die selbstragende Stahlblechkarrosserie, welche die Vespa aussergewöhnlich robust und widerstandsfähig macht und ihr gleichzeitig Stabilität und Fahrpräzision verleiht.

Die Vorderradaufhängung ist ein Element, das ganz auf die Anfänge der Vespa zurückgeht. Ursprünglich für den Flugzeugbau entwickelt, diente die Vorrichtung vor allem dazu, dass der Reifen bei einer Panne schnell ausgewechselt werden konnte. Dank ständiger Weiterentwicklung, zeigte sich schliesslich die seitliche Schwinge mit Doppelstossdämpfer als optimale Lösung. Die auf einem Rollenlager befestigte Schwinge reduziert die Reibung auf ein Minimum. Hinten kommen zwei hydraulische Stossdämpfer zum Einsatz, im Federbein vierfach verstellbar, je nach Beladung und Vorliebe des Fahrers.

Die Aluminiumfelgen weisen ein raffiniertes Design auf und verfügen über fünf Speichen. Das vordere 11-Zoll-Rad trägt einen Reifen mit 110/70, während das 10-Zoll-Hinterrad mit einem 120/70er Reifen ausgerüstet ist. Beide sind schlauchlos. Die Bremsanlage verfügt vorne über eine 200 mm Scheibe, hinten über eine Trommelbremse mit 110 mm Durchmesser. Beide sind sehr leistungsfähig und auch von Anfängern leicht zu bedienen.