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„Grafik 14“ vom 14. bis 16. März 2014

Harun Dogan ist Kurator und ein Szenestar der Street-Art-/Graffiti-Bewegung, seine Agentur Rawcut ist international erfolgreich. Er arbeitet für Models, Musiker, Schauspieler, Lifestyle-Brands, Modemarken, – und, nicht zuletzt, für die Fashion Week in Istanbul. 

 

Shark_Press_2Harun „Shark“ Dogan initiierte das erste farbige Graffiti-Magazin der Welt und gilt als Pionier der europäischen HipHop-/Street Art-Szene. Der Sohn türkischer Eltern wurde in der Schweiz geboren und ist ein international erfolgreicher Unternehmer. Dogan fungiert u.a. zwischen 14. und 16. März 2014 in der Maag-Halle Zürich als Kurator der „Grafik14“.

Kreativität ist nicht das Attribut, mit dem unser Land zwingend verbunden wird. Doch hat gerade die Schweizer Graffiti-Szene international einen exzellenten Ruf – selbst in der New Yorker Bronx, wo anfangs der 1980er-Jahre alles seinen Ursprung hatte. Auch Ben Harper, Bluesrock-Star aus L.A., meinte bei einem seiner Schweizer Aufenthalte im Jahre 2007 auf die Frage, was ihm hier am besten gefalle: „Hey man, you guys have the greatest graffitis I’ve ever seen in my life“. Und das notabene, nachdem er von der guten alten Zeit und seinen Rap-Idolen wie Grandmaster Flash oder Big Daddy Kane schwärmte.

Zur Popularität dieser Szene beigetragen hat u.a. Harun „Shark“ Dogan, sein Palmares in der Kreativwelt des Schweizer „Hip Hop“ ist beeindruckend. 1985 machte er sich als Breakdancer und Graffiti-Künstler einen Namen, 1988 organisierte er, im Alter von 16 Jahren, die dato grösste Hip Hop-Party in Luzern (Breakdancer, Rapper, DJ’s, Graffiti-Künstler, etc.) und publizierte ab 1991 „Make`t`Better“ – das erste Graffiti-Magazin der Welt in Farbe. Damit wurde „Shark“ in der europäischen Szene definitiv zum Begriff.

1992 gründete Dogan den Street-Art-Fashion-Brand Wrecked Industries, der fünf Jahre später zum ersten 360-Grad-Modell eines Musiklabels wurde. Mit Tonstudio, Platten, Kleider, Eventund Bookingagentur sowie eigenem Vertrieb. Und das im Jahre 1997. Zehn Jahre, bevor die grossen Majorlabels das Business-Prinzip für sich erkannt haben. Ein weiteres Indiz für Dogan’s Innovationsgeist, aber auch für seinen guten Geschäftssinn. Er lacht: „Wir sind auch heute vielfach viel zu früh mit unseren Visionen“.

2003 konzentrierte sich Dogan fortan mit seiner Agentur www.icon-lab.com zu 100 % „nur noch“ auf Graffiti und Grafikdesign. Weiterhin mit durchschlagendem Erfolg. Er gewann Wettbewerbe wie „Got To Be Trendscout“ (Sony & Schwarzkopf), reiste für Kunden um die Welt und bloggte über die neuesten internationalen Trends. Seit 2009 führt Dogan zusammen mit Business Partner Christoph Wyer die Agentur „Rawcut Design Studio“.

Vor einem Jahr expandierte das Rawcut Design Studio in die Türkei, wobei die Rawcut-Filiale von türkischen Grossunternehmen (u.a. Colins, grösstes Textilunternehmen des Landes) regelrecht in Beschlag genommen wurde: „Wir müssen zusätzlich zu den fünf Mitarbeitern nochmal zwei Programmierer anstellen“. Selbst die Fashion Week Istanbul hat sich die Dienste von Rawcut gesichert. Dogan: „Wir schreiben bereits nach einem Jahr schwarze Zahlen – das ist sehr erfreulich. Man schätzt offensichtlich, dass wir interdisziplinär denken, über den Tellerrand hinausschauen und die Lösungen authentisch umsetzen.“

Als Mitgründer und Kurator der Grafik14 Werkschau für Grafik und neue Medien, hat Dogan im nächsten Monat vorallem in seiner Heimat viel zu tun. Auch da überlässt er nichts dem Zufall: Mit viel Liebe zum Detail, Szene-DJ’s und verschiedenen artverwandten Künstlern wird das Branchen-Get-Together mit 125 Ausstellern stilgerecht untermalt. Am 14. März 2014 beginnt erst die dritte Ausgabe und schon erwarten die Macher über 8‘500 Besucher: „Wir sind stolz auf diese Wertschätzung und das damit verbundene Interesse an dieser kreativen Oase mitten in Zürich. Dass Incubus-Sänger Brandon Boyd seine Werke heuer ebenfalls bei uns ausstellt, ehrt uns ganz besonders“.