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Hugh Jackman im Exklusivinterview zu „Les Misérables“

Hugh Jackman gehört definitiv zu den schärfsten Exemplaren der Männerwelt. 2008 bekam er den Titel des Sexiest Man Alive. Laut Schauspielkollegin Nicole Kidman sei Hugh Jackman taff und romantisch zugleich. Welche Gefühle und Facetten er in seinem letzten Film „Les Misérables“ transfortierte, verrät er im exklusiven BP- Interview. 

 

les_miserables_ver11Hugh Jackman verrät im Interview wie er über seine Rolle „Tom“ denkt, wie weit  er persönlich bei der Rollenumsetzungen gegangen war und was ihn am meisten bewegt hat. „Les Misérables“ wurde nach dem gleichnamigen Musical verfilmt.

 

Q: Sie haben jede Menge Theaterstücke gespielt. Ich sah Sie „In A Steady Rain“  (2009) am Broadway, welches ein Schönes Stück war. Und offensichtlich spielten Sie in Musicals und Filmen, jedoch mit dem Unterschied in einem anderen Stil zu schauspielern, wenn man sich alles vom Theater bis zum Film anschaut. Mal mussten Sie ein bisschen weniger schauspielern, in einem Musical sind dann wieder mehr tun. Wie war der Balanceakt für Sie?

A: In der Rolle des „Tom“ musste ich in vielen Nahaufnahmen drehen, und das brauchte eine Menge Vorbereitung. Wir hatten neun Wochen Probe, und der Prozess war auf die eine Art und Weise gleich. natürlich musste man die Songs lernen. Man muss die Noten der Songs kennen. Ich habe nie mit Gesang begonnen. Ich nehme die Texte immer von der Seite und schreiben Sie sie auf, als ob sie ein Monolog wären und lassen sie dann aus dieser Perspektive wirken. So soll „Tom“ seinen Stuhl bei den Proben an sich heranziehen und ins Publikum,  das weit entfernt ist, nur dasitzend sagen: „Ich habe hier die Kamera.“ Und so war es dann von Anfang an klar, dass wir dazu die Lieder singen und die Charaktere kommunizieren müssen, aber in einer andeutenden Weise wie sie hier auch möglich war. Manchmal ist auch die Begleitmusik für die Bühnenshow überarbeitet worden, weil sie andere Anforderungen hatte.

 

Q: Haben Sie die Live-Aspekt des Singens auch genossen?

A: Ich habe es geliebt.

Q: Ich kann mir vorstellen, dass es für Sie nicht so einschüchternd wie für andere Menschen war?

A: In Wirklichkeit war es dann einschüchternd für mich, wenn ich auf der Bühne stand, und sehr ungezwungen live sang. Und ich glaube, es war letztendlich so befreiend als Schauspieler und es war wirklich „Toms“ Meisterleistung . Nebenbei war Simon Hayes der Tonmeister, der es noch nie zuvor getan hat. Es galt als unmöglich, und er in einigen Augen ein zu großes Risiko,aber er zog es wirklich durch.

 

Q: Als Sie sich zum ersten Mal im Theater sahen- dehydriert in diese ersten Auftaktszenen – was haben Sie von sich selbst gedacht, Sie in den Docks in der Rolle als Jean Valjean?

A: Ich war ein wenig schockiert, wie weit ich ging. Ich habe zu dieser Zeit kein Filmmaterial angesehen und hatte mich für vier Monate aus dem Film verabschiedet, und meine Frau fasste mein Bein und schnaufte. „Tom“ und ich entschieden dann, dass es nicht das Ziel war, mich zu erkennen – wenn das überhaupt passieren konnte, Es ist schön für die Geschichte, es ist grandios, aber auch es zu kommunizieren, wie weit „er“  kommt.

 

Q: Es ist interessant, dass Jean Valjean als Gefangener anfängt, dann kommt er frei. Aber dann macht Javert (Russell Crowe) aus ihn wieder einen Häftling indem er ihn veerfolgt. Dann aber wird er, auf gewisse Weise,  Cosettes (Amanda Seyfried) Kerkermeister, indem er versucht Javert zu entkommen. Das ist durchaus ein Weiterentwicklung.

A: Das ist wahr. Es ist eines jener Dinge, die mich nicht wirklich berührten, als ich die Bühnenshow sah, aber die Realität der zurückkehrenden Bewährung damals jedoch schon, du wurdest aus dem Gefängnis entlassen, aber du warst von Natur aus ein Gefangener, so dass jeder dich als einen 10. Klasse Bürger behandeln konnte. So konntest du nicht funktionieren. In der Tat wir haben auch eine Menge Nachforschung in damaligen Gefängnissen betrieben. Die Aufgabe der Kerkermeister war es dich wie ein Tier zu halten, aus dir ein Tier zu machen, als ständige Erinnerung an das, was nicht getan werden durfte, als Abschreckung. So gab es keine Chance für ein Leben. Wir verstanden dann, warum er es [seine Bewährungsauflagen Papier] zerreist, weil er frei sein will, aber natürlich gibt es keine wirklichen Geheimnisse im Leben, und ich denke, der Charakter des Javert, wer er wirklich ist und wer ihn verfolg,  [das alles] ist  eine geniale Erfindung von Victor Hugo.

Q: Was war der emotionale Teil des Films für Sie?

A: Die Endung. Ich bin ein Elternteil. Ich will das Ende nicht vorwegnehmen,  aber stellen Sie sich diese Situation vor- allein, zum Beispiel, oder die Situation mit Ihren Lieben – das war emotional für mich.

Aus dem Englischen von Eva Weber

 

Der Trailer zum Film: Trailer Les Misérables mit Hugh Jackman

Amazon liefert die DVD zum 27.06.2013 aus. 

Vor-Premiere 18. Februar 2013

Kinostart 

21. Februar 2013 (2 Std. 37 Min.) 

Regie Tom Hooper

Mit Hugh Jackman, Russell Crowe, Anne Hathaway und weitere

Genre Drama , Musik

Nationalität Großbritannien

Der aktuelle Film von Hugh Jackman ist „The Wolverine“ 2013.