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Querschnitt durch die Schweizer Grafikszene

Bildschirmfoto 2013-03-11 um 12.34.59«Die Schweiz hat im Bereich Grafik und Typografie mit Schnittstelle zur Kunst international einen hervor-ragenden Ruf», sagt Harun «Shark» Dogan, der künstlerische Leiter der Grafik13 und erklärt so, warum die Schweizer Grafikszene seit Jahrzehnten international führend ist. Nach der erfolgreichen Durchführung der Grafik12, mit über 6000 Besuchern findet die Werkschau Grafik13 dieses Jahr zum zweiten Mal statt. 100 ausgewählte Grafiker, Illustratoren, Typografen und junge Künstler präsentieren an der Grafik13 ihre liebsten Werke der letzten zwölf Monate. 

Die Schweiz ist nicht nur international bekannt für ihre grafischen Arbeiten, sondern hat auch einen enorm grossen Output an qualitativ hochstehender Arbeit in diesem Bereich zu verzeichnen. Gerade durch die zunehmende Digitalisierung und die Popularität der Online-Medien überschreitet die klassische Grafikarbeit ihre Grenzen und verschmilzt zunehmend mit Design und Kunst. Eines der Ziele der Grafik13 ist es deshalb, einen repräsentativen Überblick über dieses vielfältige Schaffen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Ganz bewusst will die Grafik13 gleichsam renommierte Grafiker wie ambitionierte Talente zeigen. «Sie sollen sich gegenseitig inspirieren und pushen», meint Produzent Michel Pernet. Es sollen aber auch neue Impulse und wegweisende Trends gezeigt werden, so ist die Werkschau gleichsam wichtiger Ausstauschort und pulsierende Plattform.

Hochkarätige Aussteller aus allen Regionen der Schweiz 

Die Werkschau bietet vor Ort Einblicke in die künstlerische Arbeitstech-nik der Aussteller. So entstehen über die drei Ausstellungstage diverse Live-Paintings. Wie ein imposantes 4×7 Meter grosses Bild des Glarner Künstlers Frederick Rossmann alias Fredinko, das die Besucher aus-malen können. Oder kleinere Paintings von Sam Crew, Mr. Kong, Nevercrew, FAFA, Desan21, Oibelart, Rips 1, Safu, Bazk, Mazzo, Elf, Stvan, Rafael, Felix Wastütü, Sipho Mabona, Annikki Rigen-dinger und Jonas Anelone, die selbstverständlich gerade vor Ort gekauft werden können. Auch können sich die Besucher Kleidungsstü-cke vom Zürcher Künstler Max Grüter veredeln lassen, der diese im Rahmen einer Performance, mit dem Schriftzug «Niveau sans Frontiè-res» bedruckt.

Die Grafikszene ist stark mit der Musik verlinkt. Während der Ausstellung sorgen verschiedene DJs für eine stimmungsvolle und authentische Atmosphäre in den Industriehallen der Zürcher Maag. Etablierte Stars wie der Obwaldner Melchior Imboden oder das Berner Büro Destruct – sie haben extra für die Grafik13 eine Typografie-Schablone entwickelt, mit der sich jeder Besucher auf einem grossen Wand Typo-Kunstwerk verewigen kann – setzen den qualitativen Benchmark. Auch internationale Stars wie Tamer Köseli oder das holländische Grafik Büro EDHV wurden an die Werkschau eingeladen. Letztere präsentieren ihr Projekt «debugged» und lassen mit Hilfe von Sensoren Insekten für sich zeichnen.

Doch die Etablierten werden von den Stars der jungen Szene gefordert. Dazu gehört der Lausanner Albero «Sting» Russo. Er illustrierte neben diversen CD-Covern, wie zum Beispiel für den Rapper Stress, schon für NBA-Superstars wie Kobe Bryant und Kevin Durant für die Nike House of Hope Store Eröffnung.

Oder der Luzerner Amadeus Waltenspühl, jüngstes Mitglied einer bekannten Luzerner Grafikerfamilie, der für seine Visuals für Gross-Events und seine legendären Live-Paintings an der MTV Streetart bekannt ist. Und die in New York wohnhafte Zürcherin Blanda Eggenschwiler, die unter anderem für das Kultlabel Obey designte. Sowie der St.Galler Kevin Högger der sich mit seinen kaligrafischen Postern einen Namen mach-te oder der Basler Felix Stern. Er lässt die Besucher über seine farbenfrohen Mosaik-Kunstwerke aus Briefmarken staunen.

Die Bandbreite der künstlerischen Arbeiten ist gross und bietet damit einen inspirierenden Spaziergang durch die aktuelle Schweizer Grafikszene; frisch, jung und innovativ inszeniert.

Fr 22. – So 24. März 2013

www.grafik-schweiz.ch