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TON – Designer Thomas Feichtner im Portrait

Bildschirmfoto 2013-09-16 um 10.39.28Von Brasilien über Deutschland nach Österreich: Designer Thomas Feichtner hat in seinem Leben schon einige Stationen hinter sich. Heute ist er in Wien zuhause, wo sich auch sein Atelier befindet. Aber auf Reisen begibt er sich im Rahmen seiner Lehrtätigkeit als Professor für Produktdesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel noch immer regelmäßig.

Feichtner absolvierte sein Studium des Industrial Designs an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz und gründete im Anschluss sein eigenes Designbüro. Er hat bereits mit vielen namhaften Unternehmen zusammengearbeitet, wie beispielsweise Vitra, Swarovki, adidas eyewear oder FSB sowie mit dem britisch-israelischen Designer Ron Arad.

Bildschirmfoto 2013-09-16 um 10.37.40 Die Zusammenarbeit mit der tschechischen Möbelmanufaktur TON kam durch die Begeisterung für das Bugholz zustande. Bei einem Besuch in der Fabrik hatte Feichtner die Gelegenheit, seinen eigenen Stuhl zu biegen – seitdem hat ihn die Leidenschaft für das Verfahren, das Designgeschichte geschrieben hat, angesteckt. Das Konzept der Zusammenarbeit ging auf: Ganz im Sinne von TON entwarf Feichtner einen Stuhl, der sowohl das traditionelle Element der Bugholzfertigung beinhaltete, als auch eine modern hergestellte Formholzschale, alles abgerundet mit einem modernen Design. So wurde TRAM geboren, dessen Name eigentlich nur der liebevolle Arbeitstitel des Projekts war und von der Ähnlichkeit der Schalensitze tschechischer Straßenbahnen herrührte.

Feichtners Fokus liegt auf dem künstlerischen Aspekt und dem experimentellen Zugang zu Design. Nicht der Gebrauchswert seiner Produkte steht im Vordergrund, sondern die Identität, der Charakter, den er ihnen verleiht. Mit TON hat er ein Unternehmen gefunden, das diesen Anspruch teilt und mit ihm eine Brücke zwischen traditionellem und zeitgenössischem Design schlägt.