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Eurovision Song Contest 2014 – Conchita siegt!

Es ist wieder so weit, das musikalische Kräftemessen hatte heute seinen Auftritt. Insgesamt 26 Nationen nahmen diesmal am Contest teil. Für die Schweiz trat Sebalter mit „Hunter of Stars“ an den Start. Die Schweizer Flagge präsentierte er aus Dominosteinen. Dieses Jahr wurden alle Teilnehmer angehalten ihre Landesflagge selbst zu gestalten. 

 

591260_original_R_by_Julien Christ_pixelio.deAuch dieses Jahr hatte der Eurovision Song Contest viele musikalische Leckerbissen auf dem Tablett. Den Anfang machte die ukrainische Sängerin Maria Yaremchuk. Mit Pop-Rock im westlichen Stil heitzte sie dem Publikum ein. Sie trug auf der Bühne ein dunkelblaues, extravagantes Kleid, dass mit einem großen Gürtel in der Taille gehalten, mit Rüschen verziert und mit einer langen Schleppe versehen war, einer die in mehreren Streifen im Luftzug mitwehte. Fast ein symbolischer Auftritt, der nach Freiheit schrie. Gleichzeitig wurden die russischen Zwillinge Tolmachevy Sisters leise im Hintergrund bei der ersten Begebung mit dem Publikum ausgebuht. Die politischen Schwierigkeiten machen auch vor dem Eurovision Song Contest nicht Halt.

Sebastian Paù-Lessis alias Sebalter trat mit seinem Song „Hunters of Stars“ sehr selbstbewusst und charismatisch auf. Begrüßte das Publikum mit einem Feuerwerk, dass sich während der Show noch wiederholte. Zum begeisterte er erneut mit einem Geigen-Solo und bekam verdienten  Applaus. Der Tessiner ist studierter Jurist arbeitet aber als Wirtschaftsanwalt in Lugano. Musik war bislang nur ein Freizeitpart, das hat sich jetzt sicher geändert. Daheim steht ohnehin in jedem Raum ein Instrument, damit er musikalische Inspirationen sofort umsetzen kann, so Sebalter der Eurovision gegenüber.

Daneben lieferten aber auch andere Teilnehmer eine merklich perfekte Show ab. Überhaupt gab es dieses Jahr keine klaren Favoriten, dafür viele Anwärter, die es absolut verdient hätten.

Die deutschen Vertreter Elaiza begeisterten mit ihrem Ohrwurm „Is it right“ und ernteten ebenfalls viel Applaus. In ihren Outfits trugen sie bereits ein fröhliches Blumenmeer auf die Bühne. Auch die Isländer Pollapönk, eine pädagogische Punkband, zog das Publikum auf seine Seite. Sie sangen mit ihrem Song „No Prejudice“ gegen Mobbing von Stotter-Opfern an. Ihr Auftritt war nicht nur für Kinder und sehr farbenfroh, sondern auch authentisch. Sie spielten nämlich auf Kinder E-Gitarren und das Stottern wurde kunstvoll in den Song eingebaut. Die Spanierin Ruth Lorenzo sang mit glasklarer Stimme eine fetzige Pop-Rock-Nummer, „Dancing in the Rain“, während echter Regen auf sie niederprasselte. Ihr Kleid war mit goldenen Pailletten versehen und war im Dekolleté-Bereich im V-Stil ausgeschnitten. Sehr sexy! Einen nicht leicht einzustufenden Auftritt gab die polnische Frauen-Band um Donata ab. Zwischen Folklore und HipHop gaben sie mit „my Slowianie – We are Slavic“,  halb auf polnisch und halb auf englisch, Emotionales über das Leben slawischer Traditionsfrauen zum Besten. Modetechnisch auch eher im Folklorestil mit Tracht und Dekolleté. Einen besonders schönen Auftritt lieferte aber auch die schwedische Sängerin Sanna Nielsen, mit dem Song „Undo“ gewaltiger Stimme und viel Emotion. Ihr Kleid war schwarz, mit Applikationen, Pailletten und vielen Spitze-Einsatz.

Am Ende gewann Conchita Wurst mit „Rise Like A Phoenix“ und damit ging der Sieg und der nächste Contest an Österreich. Die polarisierende Sängerin überzeugte wahrscheinlich nicht nur mit ihrem Song, sondern auch mit ihrem Äußeren. Conchita gewinnt vorzeitig mit großem Punkteabstand.

 

Die Schweiz bekam seine ersten Punkte aus Griechenland. Kam insgesamt auf 64 Punkte und damit Platz 13.

Die Top Ten des ESC 2014 bilden:

1. Österreich

2. Niederlande

3. Schweden

4. Armenien

5. Ungarn

6. Ukraine

7. Russland

8. Norwegen

9. Dänemark

10. Spanien

Letzter wurde  Frankreich mit 2 Punkten.

Bild: Julien Christ  / pixelio.de