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Klassik trifft auf Breakdance

Red Bull Flying Bach kombiniert höchstklassiges Breakdancing mit klassischer Musik. 2012 ist die Show auf Welttournee und macht auch in der Opéra Lausanne und im Luzerner KKL Halt. Tickets sind ab sofort erhältlich.

Im Winter werden Lausanne und Luzern Schauplätze einer einzigartigen Tanzveranstaltung: Das Wohltemperierte Klavier von Johann Sebastian Bach trifft auf die Flying Steps, die Weltmeister im Breakdance. Mittlerweile vor ausverkauften Rängen tanzen die B-Boys der legendären Berliner Crew zu Musik, welcher sonst nur still und andächtig gelauscht wird.

Der deutsche Operndirigent Christoph Hagel, der unter anderem Mozarts „Zauberflöte“ in einem U-Bahnhof inszenierte, bewerkstelligte ein Aufeinandertreffen zweier völlig konträrer Kunstrichtungen und führt damit Jugend- und Hochkultur zusammen.

In Detailarbeit und unter Beizug von Visual Effects Experten und Musikproduzenten entstand eine noch nie dagewesene Symbiose von Klavierklängen, Cembalo, elektronisch verfremdeten Beats, Projektionen und Tanz. «Bach wird Streetart, Breakdance wird Kunst», umriss Hagel das erklärte Ziel. Den Lohn ernteten sie umgehend: Standing Ovations vom Publikum und den ECHO Klassik Sonderpreis 2010. Ein Spektakel, das Klassikfans wie B-Boys gleichermassen begeistert.

Eingepackt in eine zusammenhängende Geschichte, erleben die Zuschauer, wie sich die B-Boys mit ihren kraftvollen Bewegungen wie Headspins, Turtles und Windmills zur Musik des Cembalos bewegen und eine klassische Fuge in Strassentanz übersetzen. Unter ihnen der Schweizer Benny Kimoto, der mit 18 Jahren nach Berlin auswanderte, um Tanzprofi zu werden. «Seit ich 16 bin, habe ich nichts mehr anderes gemacht als zu tanzen», erklärt der flinke Mann vom Bodensee. «Für dieses Projekt haben wir unsere ganze Erfahrung in die Waagschale geworfen.» Denn obwohl die Tanzgruppe schon seit etlichen Jahren in Fernsehshows und auf grossen Bühnen auftritt und längst Weltruhm geniesst, stellte Red Bull Flying Bach eine besondere Herausforderung dar: «Das Schwere an diesem Projekt war, die klassische Musik wirklich zu verstehen. Den Aufbau, die Struktur, das Verhältnis der verschiedenen Stimmen zueinander.» Erst mit dem nötigen musiktheoretischen Verständnis, habe man wirklich zur tänzerischen Umsetzung übergehen und die Stimmung der jeweilige Fuge wiedergeben  können.

Der Rest sei ihnen relativ leicht von der Hand gegangen:  «Wir haben dann versucht einen guten Mix aus verschiedenen Urban Dance Styles zu finden und das Ganze in Einklang den Bewegungen der Balletttänzerin Yui Kawaguchi zu bringen. Nur Powermoves zu tanzen, wäre langweilig gewesen», erklärt Benny weiter. Jeder geht dabei ans Limit: Die 75 Minuten Show fordert den Beteiligten alles ab. Glaubt man der Presse und den begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauerin in allen Teilen der Welt, dann lohnt sich die ganze Anstrengung. Die Resonanz für Red Bull Flying Bach ist überwältigend.

Tickets sind ab sofort erhältlich.