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Skunk Anansie – Punk und Metal im Zumba-Rhythmus

Skunk Anansie polterten im Juli über die Stimmenfestival-Bühne in Lörrach. Mit dröhnendem Sound, der Powerstimme von Frontfrau Skin und mit Turbolichteffekten brachte die Band das Publikum in Feierlaune! Ein würdiger Rückblick.

 

IMG_7784Nachdem Elton John leider kurzfristig ausgefallen war, aber für das nächste Jahr feststeht, zog Skunk Anansie neues Publikum zahlreich an den Lörracher Marktplatz. Nicht aber dass es dem Stimmenfestival an Hochkarätigem fehlen würde, immerhin ist das Stimmen das Lörracher Event schlecht hin. Wie erwartet füllte sich der Marktplatz bereits zur Vorgruppe. Birth of Joy IMG_7479sorgten dann auch für einen guten Stimmungseinstieg, fetzten soundtechnisch die Bühne und nach kurzer Pause ging es zum Hauptakt.

Dass das Konzert nicht nur für das Publikum ein Vergnügen sein würde, ließ Skunk bei einem Rundumblick über den Platz verlauten – „What a place for a concert“. Auch ihr Auftakt war von Freude, Power und Ausgelassenheit geprägt. Mit Zumba-Rythmik fegte und fetzte Frontfrau Skin über die ganze Bühne, sprang und hüpfte mit voller Leibeskraft zu ensprechendem Songmaterial. Zwischen Metal, Balladen und Punk packte sie ihre ganze Welt hinein und bemerkte an der ein und anderen Stelle, dass sie auch gern mal „fucking political“ sei.  Ein sehr publikumnahes und lebendiges Konzert, bei dem Skin auch gern mal in der Menge badete und sich vom Publikum tragen ließ. Wenn Sie sich nicht gerade auf der Bühne austobte.

Das Outfit war genauso speziell wie die Trägerin selbst. Ein semi-transparenter schwarzer Overall mit roten Pailletten. Hinten war, leicht durchschimmernd, ein dunkler String zusehen. Sportlich-glamourös, dazu silberne Sneakers bis über die Knöchel geschnürt. Keinen Schmuck.  Zu Beginn trug sie sogar noch eine Art aufgepolsterten Bolero, mit dem sie wie eine überzogene Bodybuilderin aussah. Natürlich alles für die Show. Nach dem ersten Einstimmen kam das Teil dann ab, denn Skin kam auch ohne dieses genug zum Schwitzen.

Musikalisch legten Skunk Anansie ein großes Aufgebot dar. Anfangs noch mit recht unbekannten und neuen Songs kamen auch Klassiker zu Zug, darunter Songs wie „Hedonism“ oder „Just because you feel good/it isn’t right“. Die Bühne kochte, die Menge glühte mit. Die Turbolichteffekte ließen die herannahende Nacht sekundenweise zum Tag erleuchten. Manchmal auch eine Spur zuviel für das menschliche Auge.  Nach zwei Zugaben musste Lörrachs Publikum die Band dann wieder ziehen lassen. Der letzte musikalische Gruß und letzte Widmung an dem Abend galt dem aktuell erkranktem Elton John.

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Insgesamt verlief der Abend friedlich, es bleib trocken und recht warm. Der Platz war voll, jedoch nicht so sehr, dass man drängeln und schieben musste. Das Publikum war angenehm. Nach dem Konzert verwöhnte der Veranstalter die angereisten Festivalbesucher noch mit einem nächtlichen, musikalischem Absacker aus Zürich im Burghof. Auch hier herzlichen Dank an den Veranstalter für einen reibungslosen Ablauf.

 

Bilder und Impressionen:

 

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