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Give yourself over to absolute pleasure!

Richard O’Briens „The Rocky Horror Picture Show“ machte vom 6. bis 18. März Halt im Zürcher Theater11.

Im legendären Kult-Trash-Musical, das auf dem Film „The Rocky Horror Picture Show“ basiert, gehts um folgendes: Ein stockbiederes Hetero-Paar, Brad Majors und seine Verlobte Janet Weiss, landen nach einer Autopanne im Schloss des mysteriösen Frank N. Furter. Der ist Transe, Alien aus dem Universum Transsylvania und besitzergreifender Lover seiner Angestellten. Ausserdem läuft er fast den ganzen Tag in Strapsen und glitzernden Stöckelschuhen rum – und hat sich gerade einen Gespielen, Rocky, geschaffen, um seine „tension“ zu „relieven“ – also um den ganzen Tag mit ihm vögeln zu können. Dazu hat er kurzerhand das Hirn seines Ex-Liebhabers Edie entzwei gespaltet und die eine Hälfte seinem neuen Boytoy eingesetzt. Dass der dadurch ein bisschen dumm ist, stört ja nicht. Rocky seinerseits wird also erschaffen und zottelt fortan nur mit einer goldenen, knallengen Unterhose (ehrlich, American Apparel hat sich hier wohl die Inspiration geholt) bekleidet durch die Villa, allzeit bereit seine Dienste zu erfüllen – allerdings nicht nur seinem Herrn. Das passt den Bediensteten gar nicht, sie sind eifersüchtig und wollen Rocky aus dem Schloss jagen. Ausserdem wollen Hausmädchen Magenta und Handlanger Riff Raff endlich wieder zurück auf den Heimatplaneten Transexual. Sie beschliessen …

Foto: Thommy Mardo

Ja, so etwa könnte eine Zusammenfassung der Handlung aussehen. Man kann aber auch alles kürzer fassen und sagen: Da kommen zwei biedere Heten in ein Schloss voller sexhungriger Irrer, angeführt von einem „sweet transvestite“, die den Beiden endlich mal beibringt, was richtig guter Sex ist. Und dann passieren noch ein paar Sachen rund herum, alle haben fast nix an, der Soundtrack ist legendär und das Publikum muss eigentlich ständig irgendwas reinschreien und ganz viel tanzen. Unterm Strich muss man aber eh sagen: Schaut euch den Film an. Und wenn ihr das Glück habt, das Musical sehen zu können, geht hin, um Gottes Willen.