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We Need To Talk About Kevin

„Just because you’re used to something doesn’t mean you like it. You’re used to me.“

Kevin redet nur äußerst selten – aber wenn, dann kommen erschreckend verletzende und bösartige Aussagen aus seinem Mund, die hauptsächlich seiner Mutter Eva gelten. So richtet sich auch der oben zitierte Satz von Kevin an seine verzweifelte Mutter.

Selbstsicher, zielstrebig und sich dem Schaden seiner Aussagen bewusst, raubt Kevin seiner Mutter den letzten Nerv. Dies mit unglaublicher Präzision, sodass er es sogar schafft seinen Vater zu blenden und mit jeder Gräueltat, die er seiner kleinen Schwester zufügt, ungestraft davonzukommen. Schon als Kevin ein kleiner Junge ist, scheint nur Eva zu bemerken, dass etwas mit ihrem Kind nicht stimmt. Dies bleibt solange der Fall bis Kevin seine Boshaftigkeit der breiten Öffentlichkeit präsentiert und dadurch seine Familie komplett auseinander reisst.

Regisseurin Lynne Ramsay hat die perfekte Entscheidung getroffen: Mit Ezra Miller, der im Film Kevin verkörpert, traf sie mitten ins Schwarze. Er spielt mit unglaublichem Erfolg einen Psychopathen, der geschickt seine böswilligen Spiele treibt. Doch auch der Rest der Besatzung wurde sauber gecasted: So bekommen wir zusätzlich Grössen wie John C. Reilly in der Vaterrolle und Tilda Swinton als Kevins Mutter zu sehen.

We Need To Talk About Kevin läuft zurzeit in den Schweizer Kinos und ist ein intelligent gestalteter Psychothriller, den man unbedingt gesehen haben muss.

 

Trailer: