791 Views |  Like

Coco Rosie is back

500full-cocorosieDie Casady Schwestern sind zurück. Im Gepäck: Das neuste Album „Tales Of A Grass Widow“ – die fünfte Sammlung notabene. Man könnte bereits sagen, die Kaserne ist ihre Stammbeiz und die Basler ihre Stammkunden. Wohl kein anderes Geschwisterpaar mag ihre „Kundschaft“ derart und auf spezielle Weise zu verwöhnen.

Die Geschichte von Coco Rosie beginnt in einem kleinen Appartement im 18. Pariser Bezirk. Dort entsteht im Jahr 2003 das Debütalbum «La maison de mon rêve» der beiden Schwestern Bianca und Sierra Casady. Erst wenige Monate zuvor sind sie sich nach über zehnjähriger Trennung wieder begegnet. Das Wiedersehen läutete die in den USA lebende Sprachwissenschaftlerin und Soziologin Bianca mit der Telefon-Frage «Kann ich für eine Weile bei dir wohnen?» ein. Sierra, seit längerer Zeit Gesangs-Studentin am Pariser Konservatorium, stellt ihr zunächst die Gegenfrage «Warum?», erlaubt ihrer Schwester dann aber doch, den Flieger nach Paris zu nehmen.
Seit nunmehr zehn Jahren bringen Coco Rosie in ihrer Musik zusammen, was nicht zusammengehört: Sierra singt mit Opernstimme, feengleich, sphärisch. Bianca macht mit ihrer kindlich-bockigen Stimme eine Art Sprechgesang, die Texte sind poetisch, kritisch, symbolisch. Dazu gibt es allerlei elektronische Klänge, manchmal eine Harfe, eine Schlangenbeschwörerflöte oder Instrumentarien wie ein Föhn oder eine Popcornmaschine. Auch mit ihren Auftritten in Kostümen, die sämtliche Gesellschafts- wie Geschlechterordnungen fröhlich ignorieren, haben sich die «modernen Feen» einen veritablen Ruf erarbeitet.

Kaserne Basel, 5. Juni 2013, ab 20.30 Uhr – Tickets gibts >hier<