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Eine brandheisse Idee

Durch Schlamm und Geröll wurden sie gezogen, haben Feuer und Hitze getrotzt und Unmengen Wasser transportiert – und nun sind sie Sondermüll. Eigentlich. Martin Klüsener sammelt ausgemusterte Feuerwehrschläuche und verarbeitet sie zu individuellen Taschen und Accessoires.

Was früher Leben gerettet hat, rettet jetzt die Umwelt. Die Idee für sein nachhaltiges Taschenlabel hatte Klüsener bereits im Studium – und sie kommt an: Über 40.000 Produkte hat sein junges Unternehmen im letzten Jahr verkauft. Das Erfolgsgeheimnis: „Man muss kein Feuerwehrmann sein, um etwas von den heldenhaften Einsätzen zu sehen oder zu spüren, an denen das Material beteiligt war“, sagt der Kölner Unternehmer.

Über Feuerwear
Die Firma Feuerwear wurde 2005 von Martin Klüsener gegründet. Seit 2008 führen Martin Klüsener und sein Bruder Robert Klüsener zusammen die Feuerwear GmbH & Co. KG. Feuerwear gestaltet und produziert hochwertige Taschen, Gürtel und ausgefallene Accessoires aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen. Jeder Schlauch hat eine andere Geschichte zu erzählen, sodass jedes Produkt ein Unikat ist. Nachdem die Schläuche sorgfältig ausgewählt, gereinigt und zugeschnitten sind, werden sie in Handarbeit zu hochwertigen Produkten verarbeitet. Aus alt wird neu – dieses Konzept wird als Upcycling betitelt. Gebrauchte Feuerwehrschläuche, die sonst die Umwelt als Abfall belasten würden, werden hier zu neuen Produkten. Auch sonst legt Feuerwear großen Wert auf Nachhaltigkeit: So werden die CO2-Emissionen, die beim Versand und Transport der Ware entstehen, über „atmosfair“ ausgeglichen. Des Weiteren bezieht Feuerwear seinen Strom von Greenpeace Energy, d.h. konsequent Ökostrom ohne Kohle und Atomkraftwerk. Die Auflistung der Feuerwear-Mannschaft – Scott, Dan, Bill & Co. – klingt dabei wie die Besetzung einer amerikanischen Löschzug-Staffel.

Die Feuerwear-Taschen und -Accessoires sind bereits in 230 Geschäften weltweit erhältlich.