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Lana Del Rey überzeugte in der Genfer Arena

lana-del-reyMit ihrem sympathischen kleinen Auftritt unter VIP Gästen kurz vor Beginn der Baselworld und ihrer ausgelassenen Shoppingtour in Basel überzeugte die Künstlerin mit unglaublicher Publikumsnähe und nicht divahaften Freundlichkeit. In Genf stellte sie nun ein ganz neues Bühnenkonzept auf die Beine, welches zuvor weder am vergangenen Melt! Festival noch an der Baselworld zu sehen war. Auf einem Sargopharg ähnlichen Triptychon in der Mitte der Bühne wurden diverse Kurzclips in gewohnter Lana-Manier gezeigt: Mal die amerikanische Flagge, dann wieder Menschenmengen auf der Strasse und immer wieder religiöse Symbole wie Psalmverse, das Jesuskreuz oder Jesus selbst – kein Wunder, denn Lyrics wie „Jesus is my bestest friend“ kommen unter anderem in ihrem Song Body Electric vor, mit welchem Lana normalerweise ihre Konzerte eröffnet – dem war in Genf nicht so! Dort performte die Künstlerin Pussy Cola als allerersten Song und zeigte sich dadruch von ihrer gelassenen und komödianten Art. Gefolgt von Songs wie Body Electric, Burning Desire oder American wurde auch eine Coverversion des Hits Knocking On Heaven’s Door geboten! In der zweiten Konzerthälfte hämmerte Lana schliesslich einen Tophit nach dem anderen, wobei Summertime Sadness, Blue Jeans, Ride und Born To Die natürlich nicht fehlen durften. Die Textabwandlung von „Let me kiss you hard in the pouring rain“ zu „Let me fuck you hard in the pouring rain“ scheint mittlerweile Standard bei ihren Konzerten zu sein, unter anderem, um dem Publikum unerwartete Momente bescheren zu können. Die Stimmung wurde selbstverständlich durch den Dauerhit Video Games auf Höchsttouren gebracht, was sich durch lauten Mitgesang des Publikums niederschlug. Immer wieder verliess Lana singend die Bühne, um ihren Fans in der ersten Reihe Unterschriften zu geben oder sich mit diesen gleich abknipsen zu lassen, was die Sängerin unserer Meinung nach unglaublich sympathisch macht – gehöre es nun zum Gesamtkonzept „Lana Del Rey“ oder nicht, eins steht definitiv fest: Es funktioniert! Mit ihrem letzten Song National Anthem legte Lana zum Schluss noch hiphop-lastige Beats hin und liess ihre Band den Song mindestens 15Minuten musikalisch länger ziehen, damit sie sich in der Fanmenge tummeln konnte. Dies finden wir prima, denn wann bekommt man sonst die Möglichkeit Lana einen Kuss auf die Wange zu geben! Trotz der zahlreichen Negativkritiken bezüglich ihrer gesanglichen Fähigkeiten: Ja, Lana trifft live die Töne und ja, sie singt ihre Songs durchgehend ohne Playback! Unterstützt von einer Gruppe Streichern sowie einem Klavier und Drums verzauberte die Künstlerin die ausverkaufte Genfer Arena! In Scharen strömten die unterschiedlichsten Fans ans Konzert der stolzen Amerikanerin, welche ihre berufliche Karriere als Sozialpädagogin in einem Heim für Alkoholiker und Drogenabhängige startete und nun als Lana Del Rey durch die grosse weite Welt tourt – Respect! Ein Kleiner Tipp nebenbei: Bald kommt der Film The Great Gatsby mit Leonardo DiCaprio in die Kinos, für welchen Lana Del Rey ihren Song Young And Beautiful auf dem Soundtrack verewigen durfte!