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Mode-Mafia!

„Ich mache Ihnen ein Angebot, das sie nicht ablehnen können”, droht Don Corleone im „Paten”. Was im tiefsten Süden Italiens dank Marlon Brando zur gepflegten Drohgebärde geworden ist, gehört im  Essener Atelier zum netten Umgangston. Dort macht Marvin Schertl allen modebewussten Männern ein Angebot, das sie oft nur schwerlich ablehnen wollen. Sofern sie auf Mafia-Mode stehen.

 

Mafia-Mode? Si! In Essen? Ja! Denn dort entwirft der 36-Jährige DSC_0196„einen Mix aus klassischer Garderobe der 20er, 30er und 40er Jahre, aufbereitet mit modernen Nuancen und Einflüssen aus dem alten Sizilien”. Kurz genannt: „Il Padrino”, wörtlich übersetzt: „Der Pate”.

„Il Padrino Moda” lässt das Zeitalter der Jahre 1920 bis 1940 in einem ganz neuen Licht erscheinen, verspricht Marvin Schertl, der einst Funsport-Artikel importierte, bevor er vor sieben Jahren zur Mode fand. „Dafür habe ich mich schon immer interessiert”, verrät der 36-Jährige, der seine Ware  weltweit vertreibt. Hosen (oben weit, unten eng), Anzüge, Mäntel, Gehröcke, Langwesten, Hüte, Krawatten, Fliegen – wer als Ahnungsloser sein Atelier betritt, kommt als DSC_0069gestandener Mafiosi wieder heraus. Zumindest optisch. Die Anregungen dafür holt sich Schertl aus Filmklassikern wie „Der Pate” von Francis Ford Coppola und alten Filmen aus der jeweils entsprechenden Zeit.

„Sakkos und dazu weit geschnittene Bundfaltenhosen lassen die Zeiten der 20er Jahre um Al Capone wieder aufleben – in einem neuen, luxuriösen Glanz.” So Schertl, der gerne Musiker, vorzugsweise aus dem Jazz oder Swing, mit Anzügen ausrüstet. Dazu gibt’s natürlich auch die passenden Accessoires: schwarze Lederschirme vom Enfant Terrible der Pariser Haute Couture Jean Paul Gaultier oder Gucci-Schuhe aus Mailand. Und der neueste Schick: von Schertl entworfene Krawatten und schrill funkelnde Manschettenknöpfe.

Il Padrino Moda setzte einst  einen neuen Trend auf der DSC_0212Düsseldorfer Modemesse mit einer weitgeschnittenen Bundfaltenhose im Stil der 20iger Jahre.

Wörtlich übersetzt heißt „Il Padrino“ „Der Pate“ und so setzt sich auch die Kollektion zusammen, sehr klassiche Anzüge ud Hosen im Stil der goldenen 20iger jahre, dazu lange Gehröcke mit langen Westen. Inspiriert wurde der Designer Marvin Schertl (hier oben im Bild), dessen Lebensgefährtin Sizilianerin ist von Filmen wie „Der Pate“ und seinem Sinn für extravagante Luxusgüter & Kleidung aus der Zeit um Al Capone.

Die Kollektion hat mit Ihrer einzigartigen Linie  für viel Furore gesorgt.

DSC_0134Vor allem Menschen mit extravagantem Geschmack, eben Jazzmusiker, Tänzer, Kraftsportler und Stars aus der Showbranche haben gefallen an den extravaganten und weitgeschnittenen Hosen und Anzügen von Il Padrino Moda gefunden. Aber auch Bodybuilder und Tänzer, Türsteher und andere extravagante Typen gehören zu den Kunden des Modemachers.

Selbst Interessenten aus New York, Russland und Italien  vertreten die Marke in ihrem Land.

DSC_0044An wen möchte Marvin Schertl mal modisch Hand anlegen? „Ich würde gern den Komiker Otto einkleiden, weil der ohnehin immer so weite Hosen trägt. Oder auch den in Hollywood lebenden Recklinghäuser Schauspieler Ralf Moeller.” Und was muss der Neu-Mafioso so auf den Tisch des Hauses legen für ein gutes Stück? „Anzüge mit Weste gibt’s für 329 Euro, Hosen ab 130, Mäntel aus Kaschmir kosten  329 Euro.”

Ach ja, wer noch das passende Luxusauto dazu benötigt, Marvin Schertl besorgt es: 0049-201 36577485. Guter Service wird schließlich in allen Kreisen verlangt.

Photocredit: Peter Kallwitz