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Opening Night der Mercedes Benz Fashion Days 2012


Die gestrige Opening Night ist ein gelungener Auftakt der 4-tägigen Mercedes Benz Fashion Days 2012 in Zürich. Annina Frey, die durch den Abend führt, eröffnet ihre Moderation draussen vor dem Eingang des Schiffbaus. Die Gäste folgen ihr auf der Leinwand während sie ihren Weg durch die Halle zum Laufsteg bahnt. Dann schwenkt die Kamera und da steht sie in Person vor uns auf dem 30 Meter langen Runway.

Dieser Runway steht dann auch in den nächsten 60 Minuten ganz im Zeichen des Italian Style. Vier italienische und sehr talentierte Designer präsentieren uns ihre Visionen von Mode für den Frühling/Sommer 2013. Den Anfang macht Angelo Bratis, Gewinner des 2011 Italian Vogue “Who Is On Next” Award. Er zeigt filigrane Kleider, die von einer Leichtigkeit und Fluidität geprägt sind; man denke an Pina Bausch. Unterstrichen wird dieses Gefühl durch kostbare Stoffen wie Seide, Organza, Chiffon und Crêpe de chine.

Ganz anders die Modelle von MSGM di Massimo Giorgetti, die mit bunten Animalprints bis hin zu Tribal Stickereien daherkommen, aber stets mit einer Prise Sexiness und jugendlicher Frische versehen sind. MSGM gibt es erst seit zwei Jahren, doch der Italiener erobert mit seiner Ästhetik unaufhaltsam die Modewelt. Auf die Frage, wo er seine Inspiration hernehme, antwortet er, in der Musik. Er liebe Musik über alles und seine neue Kollektion sei sozusagen ein Soundtrack der letzten sechs Monate.

Marco di Vincenzo‘s Kollektion, die hauptsächlich mit Schwarz, Weiss und Nudetönen auskommt, ist sehr reduziert, fast klinisch und zeigt viel Baumwolle Poplin und Jersey am Rücken. Die Silhouette wirkt dadurch sehr aufgeräumt und chic. Auch Marco di Vincenzo ist kein unbeschriebenes Blatt, in 2009 ist auch er mit dem Nachwuchspreis „Who is On Next“ ausgezeichnet worden.

Als vierte im Bund präsentiert uns die Designerin vom Label Mila Schön ihre Vision für den kommenden Frühling/Sommer. Das Publikum klatscht hier zum ersten Mal. Sie hat sich vom Licht inspirieren lassen, das durch ein Kaleidoskop in tausende von farbigen Mosaiksteinchen bricht. Mit dieser Kollektion bleibt sie ihrer Ästhetik treu und wofür sie bekannt ist, nämlich dem Spiel zwischen ausgeprägten Volumen und fliessend romantischen Silhouetten.

Nach einer musikalischen Einlage von Pegasus, die dem Publikum sichtlich gefällt, wird mit dem Label Laurél der Höhepunkt des Abends erreicht. Laurél überzeugt einmal mehr durch tragbare Modelle und Eleganz. Elisabeth Schwaiger hat für das Label hochwertige Lifestyle-Stücke entworfen, die dem weiblichen Körper besonders schmeicheln. Fliessende Stoffe aus Seide und Jersey, weiche Schnitte und kräftige Farben sind die Key Looks der Kollektion. Auch bei den Models gab‘s hier einen Wechsel. So laufen Ronja Furrer, Anja Leuenberger sowie Luisa Hartema und Rebecca Mir, bekannt aus Heidi Klums «Germany’s Next Topmodel» unter vielen anderen schönen Models für Laurèl.

Lauren Hutton, die als erstes Topmodel aus den 60er Jahren über 25 mal die Titelseite der amerikanischen Vogue zierte und als Stargast eingeladen ist, wird nach der Mila Schön Show kurz von Annina Frey interviewt. Auf die Frage, was ihr Geheimnis für ihre nicht verblassende Schönheit sei, antwortete sie: a good man.