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Tirol: 20 Mio. Euro Investition in die Zukunft

PITZTALER GLETSCHER VISUALISIERUNGEs ist ein Projekt der Höhepunkte: Mit der Bergstation auf 3‘440 Meter Seehöhe eröffneten Mitte Oktober 2012 im Tiroler Pitztal die neue Wildspitzbahn sowie das neue Café 3‘440. Damit konnte die moderne 8er-Gondelbahn planmässig den Betrieb aufnehmen und Besucher ebenso komfortabel wie schnell in luftige Höhen befördern. Rund 20 Mio. Euro hat die Pitztaler Gletscherbahn investiert, um die höchstgelegene Seilbahn sowie das höchstgelegene Café Österreichs zu errichten.

Es ist damit eine der spektakulärsten 20 Mio. Euro-Investitionen der Wintersaison 2012/13 und bringt dem bereits attraktiven Tiroler Tourismus einen weiteren Höhepunkt.

Seit Oktober 2012 ist die neue Wildspitzbahn in Betrieb. Bis auf 3‘440 Meter Seehöhe bringt sie Wintersportler als auch Ausflugsgäste – so hoch wie keine andere Seilbahn in Österreich. Mit der Eröffnung der neuen Bahn ist das Gletscherskigebiet fast vollständig in Betrieb. Wintersportler können sich auf insgesamt 24 Pistenkilometer und eine sieben Kilometer lange gespurte Höhenloipe freuen. „Mit der Eröffnung der neuen Wildspitzbahn fängt am Pitztaler Gletscher eine neue Zeitrechnung an. Als architektonisches Highlight wird die neue Wildspitzbahn als die schönste Seilbahn Europas eingehen“ so Stefan Richter, Marketingleiter der Pitztaler Gletscherbahn. Glanzvoller Höhepunkt im Skigebiet ist das neue Café 3‘440 auf dem Gipfel des Gletschers – dem Hinteren Brunnenkogel auf 3‘440m. Das höchste Café Österreichs befindet sich direkt in der Bergstation der neuen Bahn und eröffnete Ende Oktober. Dort bekommen Gäste eine grosse Auswahl an verschiedenen Kaffeesorten bei einem einmaligen Blick über die vergletscherten Alpen. Das Design der Tal- und Bergstation mit dem höchsten Cafés Österreich und einer freischwebender Terrasse ähnelt einem Gletscher und fügt sich so aussergewöhnlich gut in das Panorama der Alpen ein.

Ingenieurskunst im extremen Gelände

Die Pitztaler Gletscherbahn hatte mit dem Bau der neuen Wildspitzbahn das wohl aufsehenerregendste Projekt im alpinen Tourismus in Angriff genommen. Die spektakuläre Lage auf rund 3‘440 Meter war für die Konstrukteure und Erbauer jedoch eine echte Herausforderung. Höchste Präzision und Konzentration waren gefragt, um im hochalpinen Gelände solch ein Grossprojekt umzusetzen. Zudem standen für den Bau in dieser extremen Lage aufgrund des wechselhaften Wetters, der Höhe und der eisigen Beschaffenheit des Bodens nur sehr begrenzte Zeitfenster zur Verfügung. Die spektakulärsten Arbeiten wurden bereits im August erfolgreich abgeschlossen, als mittels Helikopter die letzten Liftstützen geliefert und montiert wurden. Die Fertigstellung der Aussenhülle war eine Präzisionsarbeit, die viel Fingerspitzengefühl erforderte. Denn die organischen Formen der Dachkonstruktion mussten millimetergenau eingepasst werden. Für Tirols höchsten Gletscher soll die neue Attraktion ein Besucherplus von mehr als zehn Prozent bringen.

 Gletscherarchitektur auf 3‘440 Metern

Die extrem ausgesetzte Lage auf 3‘440 Metern Höhe stellte das Architektenteam von Baumschlager Hutter Partners, sowie die ausführenden Firmen und Statiker vor besondere Aufgaben. Geringe Aufstandsflächen, steil abfallende Bergseiten und die extreme Höhenlage mit entsprechender Sonneneinstrahlung, Wind sowie die dünne Luft schränkten die Spielräume der Arbeiten stark ein. Für Architekt Carlo Baumschlager war das Projekt eine faszinierende Herausforderung: „Der Ort und seine Umgebung sind mächtig und in höchstem Masse beeindruckend. Die architektonische Skulptur, und nur darum geht es, muss hier höchst mögliche Qualität erreichen. Die hochalpine Welt ist eine ausserordentliche Herausforderung für den, der ihr Gebautes hinzufügen möchte.“ Die Trasse der neuen Kabinenbahn wurde nur im unteren Bereich neu angelegt. Alle übrigen Baumassnahmen erfolgten auf bereits bestehenden Trassen. Auch die Bergstation sowie das Café wurden auf die bisher existierenden Fundamente der alten Bahn aufgesetzt.

PITZTAL CAFE 3440