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Umbau des Parkhotel Bellevue & Spa – Wiedereröffnung 14. Juni

09.08.18.BELLEVUE ADELBODEN_045 In Zusammenarbeit mit den renommierten Basler Architekten Buchner Bründler realisiert das Parkhotel Bellevue & Spa in Adelboden derzeit einen prägenden und weitreichenden Umbau: Hoteleingang, Halle und Speisesaal werden komplett erneuert. Vintagemöbel sind der Schmuck der lichtdurchfluteten, luftigen Halle und eine Anknüpfung an das alte Bellevue der 1930er-Jahre. Das Hotel wird am 14. Juni nach einer 9-wöchigen Bauphase wiedereröffnet. Die Münchner PR-Agentur MWPR zeichnet ab sofort für die Pressearbeit des Parkhotel Bellevue & Spa verantwortlich.

Ein neuer Kunde aus dem Bereich der Luxus-Hotellerie ergänzt das Portfolio von MWPR & Project Marketing: Das Schweizer Parkhotel Bellevue & Spa in Adelboden hat die Münchner PR-Agentur MWPR ab sofort mit der Pressearbeit beauftragt. Unter Leitung von Michaela Suska wird MWPR die Märkte in Deutschland und Österreich mit umfassenden Presseinformationen versorgen, Medienkooperationen und Anfragen für Foto-Produktionen betreuen sowie auf Wunsch individuelle Rechercheaufenthalte vor Ort organisieren.
Vorwärts zu den Wurzeln – nach diesem Leitsatz gingen die Architekten die anspruchsvolle Bauaufgabe im traditionsreichen Hotel an. Sie erwies sich als Suche nach einer zeitgemäßen Sprache, um die Geschichte des Hauses weiterzuschreiben, ohne das alte Bellevue kopieren oder wiederherstellen zu wollen.
 
Eingang, Aussenfassade
Die noch immer bestehende, weitgehend unveränderte Fassade aus dem Jahr 1931 erhält mit einem Rückbau von später angebauten Elementen seine räumliche Dramaturgie und seine Klarheit zurück: frontaler Eingang in der Mitte, flankierend auf beiden Seiten Speisesaal und Halle. Das Haus steht wie früher wieder auf einem grauen Sockel.
 
Alte neue Luftigkeit
Das alte Bellevue war lichtdurchflutet, das neue ist es auch. Die grossen Fenster in der Halle und im Speisesaal lassen sich weit nach oben öffnen und ermöglichen ein frisches, luftiges Klima in den Räumen. Natürlich dienen sie auch dem prächtigen Blick in die Berge. «Sie betonen die Horizonte und lassen eine Panoramasituation entstehen, die an die Blütezeit der Schweizer Hotellerie in den Bergen erinnert und natürlich auch ans alte Bellevue», sagt Andreas Bründler von Buchner Bründler Architekten. Mehr Raum und Luftigkeit konnte auch mit dem Anheben der Decken erreicht werden. «Damit gewinnt der Auftritt des Hotels an Großzügigkeit und Eleganz», meint Bründler. Als Bodenbelag wurde ein Eichenparkett gewählt, das für fließende Übergänge und räumliche Großzügigkeit sorgt.
 
Halle und Speisesaal
Die neue Raumhöhe und der beinahe quadratische Grundriss betonen den Charakter des Speisesaales als traditionellen Raum. Seitenbänke schaffen zugleich Orte der Individualität. Die gepolsterten Sessel von Eero Saarinen sorgen für einen hohen Sitzkomfort; weiche Materialien und textile Wände für Behaglichkeit. Die Halle wird unterschiedlichen Funktionen gerecht. Sie ist Treffpunkt, Ort des Sehens und des Gesehenwerdens. Zugleich bietet sie Gelegenheit für Entspannung, Spiel und auch Rückzug – mit einer Bibliothek, einem Spieltisch und diversen Sitzecken ist sie sozusagen das Wohnzimmer der Gäste.
 
Vintagemöbel
Der Schmuck der Halle sind die Vintagemöbel und -leuchten, die das moderne Interieur ergänzen. Möbelklassiker von Finn Juhl, Hans J. Wegner, Gio Ponti und Eero Saarinen bereichern die Räume. «Wir wollen damit nicht einem aktuellen Modetrend folgen», sagt Andreas Richard, der auf der Seite der Bauherrschaft die Projektleitung inne hatte und für die Auswahl der Möbel zuständig war. «Vielmehr spiegeln diese Klassiker die lange Tradition des Hauses und das Bewusstsein für Qualität und Geschichte wider.»
 
Geschichte des Hotels
Das Parkhotel Bellevue & Spa wurde 1901 erbaut. Zwischen 1919 und 1926 wurde es von der damaligen Besitzerin, der Kantonalbank von Bern, als Sanatorium betrieben. 1926 erwarben Hans und Elisabeth Richard-Bohren den Betrieb und wandelten ihn wieder zum Hotel um. 1931 brannte das Holzgebäude bis auf seine Grundmauern nieder. Im gleichen Jahr wurde es von den Architekten Urfer & Stähli, die für ihre progressiven Schwimmbadbauten bekannt waren, in einem neuzeitlichen Baustil wieder aufgebaut. Der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegsjahre stellten die größte Zäsur in der Geschichte des Hotels dar. Erholung stellte sich in den Nachkriegsjahren ein. Der kontinuierliche Aufbau ging in den folgenden 25 Jahren mit diversen Um- und Anbauten einher, die von der zweiten und dritten Generation der Familie Richard in Angriff genommen wurden: 1972 Bau des Hallenbades, 1983 Erweiterungsbau Gartenflügel, 2001 Erweiterungsbau Spa, 2006 Restaurantumbau und Renovierung von 22 Zimmern, 2009 Komplettsanierung des Hallenbades mit Saunas, Dampfbädern, 2013 Umbau des Erdgeschoss.  Weitere Informationen unter www.parkhotel-bellevue.ch
 
Porträt Architekten
Die Buchner Bründler Architekten AG wurde 1997 von Daniel Buchner und Andreas Bründler in Basel gegründet. Das Büro besteht aus einem Team von rund 30 Mitarbeitern. Das Betätigungsfeld der Architekten umfasst sowohl städtebauliche Planung und Entwicklung, die Realisierung von öffentlichen Gebäuden, Wohn- und Dienstleistungsbauten sowie innenräumliche Arbeiten. Die Konzepte werden durch eine fortlaufende Recherche und ein Experimentieren mit Formen und Materialien entwickelt. Einer grösseren Öffentlichkeit bekannt wurden die Architekten 2003 mit dem Umbau im Hauptsitz der UNO in New York. Im Jahr 2010 realisierten sie den vielbeachteten Schweizer Pavillon für die Weltausstellung in Shanghai. Die Bauten von Buchner Bründler wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2003 sind die Architekten Mitglieder des Bundes Schweizer Architekten (BSA). Im selben Jahr erhielten sie eine der wichtigsten kulturellen Auszeichnungen der Schweiz, den Swiss Art Award im Bereich Architektur. Seit mehreren Jahren haben sich Andreas Bründler und Daniel Buchner der Lehre und Forschung verschrieben. Sie unterrichten als Entwurfsdozenten an der EPF Lausanne sowie der ETH Zürich. Im letzten Jahr wurde im GTA Verlag das Buch «Buchner Bründler Bauten» veröffentlicht, die bisher umfassendste Publikation über ihr Werk. www.bbarc.ch.
 Umbau_Illustrationen